Zum Helden geboren

Lebensspende - kinderleicht

Wie kann ich spenden?

Zuerst müssen die Eltern sich vergewissern, dass ihre ausgewählte Entbindungsklinik mit uns kooperiert.

Die DKMS Nabelschnurblutbank ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die aus Spendengeldern finanziert wird. Sie versucht national aktiv zu sein, jedoch kann nicht jedes Krankenhaus in Deutschland in die Reihe der Kooperationspartner aufgenommen werden.

Die Kreißsäle der Kooperationskliniken halten alle Materialien für die Spende bereit. Wenn Sie sich für eine Nabelschnurblutspende entschieden haben und eine unserer Entbindungskliniken für Sie in Frage kommt, wenden Sie sich bitte direkt an das entsprechende Krankenhaus.

Neben der Einverständniserklärung füllen Sie dann ein Formular (Anamnesebogen) aus, in dem Sie Auskunft über Ihren allgemeinen Gesundheitszustand geben. Außerdem wird Ihnen etwas Blut abgenommen, um bestimmte Infektionskrankheiten ausschließen zu können (Ihre Angaben bzw. die Testergebnisse werden streng vertraulich behandelt).

 

Ein finanzieller Aufwand entsteht dadurch für werdende Eltern nicht: Sämtliche Kosten für Voruntersuchung, Entnahme und Einlagerung werden von der DKMS Nabelschnurblutbank übernommen.

 

Wir bitten um Ihr Verständnis dafür, dass wir keine Entnahmesets an Privatpersonen versenden dürfen.

 

Ihre Wunschklinik ist nicht dabei? Dann informieren Sie sich einfach direkt im Krankenhaus über weitere Spendenmöglichkeiten.

Hier können Sie uns auch finanziell im Kampf gegen Blutkrebs unterstützen.

 

Ablauf einer Nabelschnurblutspende

Eine Nabelschnurblutspende ist für alle Beteiligten vollkommen ungefährlich und völlig kostenlos für die Eltern!

Das Nabelschnurblut wird erst nach der Entbindung und Abnabelung gewonnen, wenn die Mutter ihr Baby bereits in ihren Armen hält.

Es Bedarf nur 5 einfacher Schritte auf dem Weg zum kleinen Helden.

1. Entnahmeklinik aussuchen

2. Dokumente ausfüllen

3. Geburt des kleinen Helden

4. Entnahme des Nabelschnurblutes

5. Blutentnahme bei der Mutter des kleinen Helden

 

Ab jetzt übernehmen die Klinik und die DKMS Nabelschnurblutbank gemeinnützige GmbH alles Weitere.

Das heißt:

  • Blutbeutel, Röhrchen und Dokumente werden in speziellen Transportbehältern temperaturüberwacht nach Dresden zum Labor der DKMS Nabelschnurblutbank gesendet. Den Transport darf nur ein eigens dafür geschultes Kurierunternehmen durchführen.
  • Laborkontrollen/Aufarbeitung (=Gewinnung der Stammzellen)
  • Lagerung des Präparates (=Stammzellen aus dem gespendeten Nabelschnurblut)
  • Meldung des Präparates an das ZKRD. Schließlich erhalten die Eltern per Post eine Information, ob die Spende verwendet werden konnte und für Patienten weltweit zur Verfügung steht.

Was im Einzelnen passiert

Nach der Geburt und Abnabelung des Babys wird zunächst die Nabelschnur abgeklemmt. Dann wird die Nabelschnurvene punktiert, das Blut in einem speziellen Beutel „gesammelt“ und sofort an die DKMS Nabelschnurblutbank gGmbH in Dresden geschickt.

In unserem Labor werden dann die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut gewonnen und unterhalb von -180 °C eingefroren.

Nach Durchführung einer Reihe von Qualitätskontrollen werden die Daten der Stammzellen, wie HLA-Merkmale, Zellzahl, usw., in anonymisierter Form an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) gemeldet. Die Eltern erhalten nach Abschluss aller Laborkontrollen innerhalb von ca. 3 Monaten die Information, ob die gespendeten Stammzellen verwendet werden konnten.

 

Mit der Meldung an das ZKRD sind die Informationen zu den gespendeten Stammzellen aus Nabelschnurblut (=Transplantat) für Patientenanfragen weltweit abrufbar.

Um die Patienten zu schützen, gelten die Stammzellen aus öffentlich gespendetem Nabelschnurblut als Medikament und werden unter strengsten Bedingungen gewonnen, aufgearbeitet, gelagert und an Patienten abgegeben. Es kommen dabei viele Gesetze und Richtlinien zur Anwendung (z. B. Arzneimittelgesetz, Transfusionsgesetz). Die DKMS Nabelschnurblutbank gGmbH ist zudem nach internationalen Standards von NetCord-FACT akkreditiert und verfügt über ein umfassendes Qualitätssicherungssytem, d. h. alle Prozesse unterliegen strengsten Überwachungen.

 

NetCord-FACT-Akkreditierung

Seit 2011 ist die DKMS Nabelschnurblutbank auch akkreditiert durch die Foundation for the Accreditation of Cellular Therapie (FACT) und zeigt damit, dass sie nicht nur nationale, sondern auch internationale Normen für die Entnahme, Aufbereitung, Testung, Lagerung, Auswahl und Abgabe von Nabelschnurblut (NetCord-FACT Standards) erfüllt.

Leben spenden - auch für die grossen Helden

Auch Erwachsene können sich per Wangenabstrich als potenzielle Lebensspender registrieren lassen. Wenn Sie dann als Spender für einen Patienten geeignet sein sollten, gibt es zwei Entnahmearten: Die periphere Stammzellentnahme und die Knochenmarkentnahme. Die Entscheidung, welches der beiden Verfahren angewandt wird, richtet sich nach den Belangen des Patienten. Nach Möglichkeit wird auf die Wünsche des Spenders Rücksicht genommen.

 

Zum Thema Stammzellspende für Erwachsene finden Sie weiterführende Informationen auf der Homepage der DKMS gGmbH.