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Geschichte der Nabelschnurblutspende

Von den Kinderschuhen bis heute

Obwohl weltweit über 25 Millionen freiwillige Stammzellspender zur Verfügung stehen, ist noch immer für jeden fünften Blutkrebs-Patienten nicht der geeignete Spender dabei. Neben der Spende von peripheren Stammzellen und Stammzellen aus dem Knochenmark gibt es auch die Möglichkeit zur Spende von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut. Die erste Transplantation von Stammzellen aus Nabelschnurblut wurde 1988 durchgeführt.

 

Gefördert durch die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei wurde 1997 die DKMS Nabelschnurblutbank zunächst als Drittmittelprojekt und in Zusammenarbeit mit dem dresdner Universitätsklinikum gegründet. Seit 2008 gehört die DKMS Nabelschnurblutbank als eigenständiges Mitglied zur DKMS Familie. Die Gemeinnützigkeit ist durch das Finanzamt Tübingen anerkannt.

 

Heute arbeitet die DKMS Nabelschnurblutbank vor allem in Berlin und Sachsen mit ausgewählten Kliniken zusammen, in denen das Personal speziell zu den Abläufen der Nabelschnurblutentnahme geschult wird.

 

Die Präparate werden unter kontinuierlicher Überwachung durch einen Kurierdienst zum GMP-Labor (good manufacturing practice) der DKMS Nabelschnurblutbank gebracht. Dort werden die Aufarbeitung, Qualitätskontrolle und Lagerung durchgeführt. Die Herstellung eines solchen Arzneimittels unterliegt umfangreichen rechtlichen Vorgaben, deren Umsetzung und Einhaltung durch das Regierungspräsidium Leipzig und das Paul-Ehrlich-Institut Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, überwacht werden.

 

Seit 2011 ist die DKMS Nabelschnurblutbank zusätzlich akkreditiert durch die Foundation for the Accreditation of Cellular Therapie (FACT) und zeigt damit, dass sie auch internationale Normen für die Entnahme, Aufbereitung, Testung, Lagerung, Auswahl und Abgabe von Nabelschnurblut (NETCORD/FACT Standards) erfüllt.