Um Nabelschnurblut für Patienten, die auf eine Transplantation hoffen, nutzbar machen zu können, ist es notwendig, den Menschen, die während der Schwangerschaft wichtige Vertrauenspersonen sind, Informationen über die Nabelschnurblutspende bereitzustellen: den Hebammen. Denn nur so ist es möglich, werdende Eltern und weitere Interessierte über Vorteile und Bedeutung der Stammzellen im Nabelschnurblut zu informieren und zu beraten.
In Kooperationskliniken mit speziell geschultem Personal in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt , Schleswig-Holstein, Thüringen werden Nabelschnurblutspenden für die DKMS Nabelschnurblutbank entgegengenommen. Das einzige, was Eltern tun müssen, damit die Spende durchgeführt werden kann, ist, eine Einverständniserklärung zu unterschreiben und einen Fragebogen auszufüllen. Und: wenn die Stammzellen für die Spende an Dritte freigegeben werden, entstehen den Eltern zu keiner Zeit Kosten. Denn: Die DKMS Nabelschnurblutbank wird z. B. durch Spendengelder finanziert.
Eine Nabelschnurblutspende ist für alle Beteiligten vollkommen ungefährlich. Denn die Blutentnahme aus der Nabelschnur findet erst nach Entbindung und Abnabelung statt, wenn die Mutter ihr Baby bereits in ihren Armen hält. Danach wird zunächst die Nabelschnur desinfiziert. Die Entnahme erfolgt in ein mit zwei Kanülen versehenes Beutelsystem, in dem bereits CPD als Antikoagulans vorgelegt ist.
Die Präparate werden unter kontinuierlicher Überwachung durch einen Kurierdienst zum Reinraum-Labor im Universitätsklinikum Dresden gebracht. Das ist ein Labor, das nach internationalen Standards eingerichtet und qualifiziert ist. Dort werden die Aufarbeitung, Qualitätskontrolle und Lagerung durchgeführt. Die Herstellung eines solchen Arzneimittels unterliegt umfangreichen rechtlichen Vorgaben, deren Umsetzung und Einhaltung durch die Landesdirektion Leipzig und des Paul-Ehrlich-Institut (PEI) Bundesamt für Sera und Impfstoffe überwacht werden.