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Tim und Denise Rutschmann

Im Einsatz für die DKMS: Tim und Denise Rutschmann

 

Seit vielen Jahren unterstützt Denise Rutschmann (37) aus Singen die Arbeit der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei. Die ehemalige Hockey-Nationalspielerin setzte sich beispielweise nach ihrem Olympiasieg 2004 in Athen für die mittlerweile geheilte DKMS-Patientin Alina Bauer ein. Das damals elfjährige Mädchen, selbst Hockeyspielerin, suchte dringend einen „genetischen Zwilling“. Direkt nach ihrer Rückkehr von den Olympischen Spielen besuchte Denise Rutschmann Alina im Krankenhaus und erfüllt ihr damit einen Herzenswunsch: einmal eine Goldmedaille sehen zu dürfen und anzufassen. „Die vielen Aktionen für und mit Alina haben mir gezeigt, wie wichtig es ist zu helfen und die Arbeit der DKMS zu unterstützen.“

 

 

2 Jahre später, in ihrer ersten Schwangerschaft, suchte sie nach einer Möglichkeit mit einer Nabelschnurblutspende suchenden Patienten eine zusätzliche Chance auf Leben zu ermöglichen. „So wie viele Eltern und Mütter habe ich in meiner Schwangerschaft als erstes von der Möglichkeit der Einlagerung von Nabelschnurblut bei privaten Anbietern gehört und auch in vielen Zeitschriften gelesen. Für mich war schnell klar, dass ich diesen Weg nicht gehen will.“ Denise Rutschmann, die selbst bei der DKMS registriert ist, entschied sich bewusst für eine Spende bei der DKMS Nabelschnurblutbank. „Die Nabelschnurblutspende ermöglicht uns mit der Geburt eines Kindes gleich noch einem Menschen ein neues Leben zu schenken. Was kann es schöneres geben.“ Allerdings war es 2007, als die Geburt ihrer Tochter bevorstand, in Singen und näherer Umgebung noch nicht möglich das Nabelschnurblut seines Kindes zu spenden. Daran wollte sie allerdings etwas ändern und das mit Erfolg: ihrer Initiative verdankt die DKMS Nabelschnurblutbank die Zusammenarbeit mit dem Hegau-Bodensee-Klinikum Singen, das seit 2008 ausgewiesene Entnahmeklinik ist.

 

 

Kurz darauf stand die Geburt ihres zweiten Kindes an – und bei Söhnchen Tim konnte nun endlich das wertvolle Nabelschnurblut entnommen und für die Allgemeinheit eingelagert werden. „Die Spende war ganz unproblematisch. Sie hat die Geburt und das anschließende ‚Kennen lernen’ zu keinem Zeitpunkt behindert.“

 

 

In ihrer Familie und im Freundeskreis kam dieser Einsatz sehr positiv an. „Alle sind für das Thema ‚Krebs’ und DKMS sensibilisiert. Dass wir nun einen kleinen Helden mehr in unserer Familie haben, freut jeden. Ich hätte es gerne schon zwei Mal getan. Unser erstes Kind hatte allerdings bei der Geburt noch nicht die Chance Lebensretter zu werden. Ein Jahr später sah das Ganze schon anders aus und es ist klar, dass wir es wieder tun würden.“