Das Wichtigste zuerst: Eine Nabelschnurblutspende ist für alle Beteiligten vollkommen ungefährlich! Denn die Blutentnahme aus der Nabelschnur findet erst nach Entbindung und Abnabelung statt, wenn die Mutter ihr Baby bereits in ihren Armen hält. Und: wenn die Stammzellen für die Spende an Dritte freigegeben werden, entstehen den Eltern zu keiner Zeit Kosten. Denn: Die DKMS Nabelschnurblutbank wird u. a. durch Spendengelder finanziert.
Das Einzige, was Eltern tun müssen, damit die Spende durchgeführt werden kann, ist, eine Einverständniserklärung zu unterschreiben und einen Fragebogen auszufüllen.
Nach der Geburt und Abnabelung des Babys wird zunächst die Nabelschnur abgeklemmt. Dann wird die Nabelschnurvene punktiert, das Blut in einem speziellen Beutel „gesammelt“ (ca. 57 -190 ml) und sofort an die DKMS Nabelschnurblutbank am Universitätsklinikum Dresden verschickt. Dort werden die Stammzellen isoliert und unterhalb von -180 Grad Celsius eingefroren. Nach Durchführung einer Reihe von Qualitätskontrollen werden die Daten des Transplantates in anonymisierter Form an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) gemeldet. Nun steht das gespendete Nabelschnurblut für Patientenanfragen weltweit zur Verfügung.
Wenn Sie sich für eine Nabelschnurblutspende entschieden haben und eine unserer Entbindungs-
kliniken für Sie in Frage kommt, wenden Sie sich bitte direkt an das entsprechende Krankenhaus. Neben der Einverständniserklärung füllen Sie dann ein Formular aus, in dem Sie Auskunft über Ihren allgemeinen Gesundheitszustand geben. Außerdem wird Ihnen etwas Blut abgenommen, um bestimmte Infektionskrankheiten ausschließen zu können (Ihre Angaben bzw. die Testergebnisse werden streng vertraulich behandelt). Ein finanzieller Aufwand entsteht dadurch für werdende Eltern nicht: Sämtliche Kosten für Voruntersuchung, Entnahme und Einlagerung werden von der DKMS Nabelschnurblutbank übernommen.
Leider ist die Möglichkeit, Nabelschnurblut zu spenden, zurzeit nur wenigen werdenden Eltern bekannt. Daher wird im Anschluss an mehr als 97 % aller Geburten in Deutschland das Blut, das sich nach Abnabelung noch in Nabelschnur und Plazenta befindet, ungenutzt weggeworfen.
In Kooperationskliniken mit speziell geschultem Personal in Sachsen, Berlin, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Baden-Württemberg, NRW, Bremen und Bayern werden Nabelschnurblutspenden für die DKMS Nabelschnurblutbank entnommen.