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Stammzellspende

So werden die lebensrettenden Zellen entnommen

 

Die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei wendet seit mehreren Jahren zwei verschiedene Methoden zur Entnahme der lebensrettenden Zellen an:

 

Zum einen die periphere Stammzellentnahme, die in 80 % aller Fälle angewendet wird: Zur Vorbereitung bekommt der Spender einen hormonähnlichen Stoff, der fünf Tage vor der Entnahme gespritzt wird. Dadurch werden die Stammzellen angereichert und ins fließende Blut ausgeschwemmt. Mit einem speziellen Verfahren – ähnlich wie bei einer Dialyse – können sie dann in ausgewählten Entnahmekliniken und -labors ambulant aus dem Blut herausgefiltert werden.

 

Zum anderen die Knochenmarkentnahme aus dem Beckenknochen (nicht aus dem Rückenmark!). Dieser Eingriff erfolgt unter Vollnarkose.

 

Innerhalb von 24 Stunden werden Stammzellen bzw. Knochenmark per Kurier unter höchsten Sicherheitsanforderungen weltweit in die jeweilige Klinik des Patienten transportiert, damit die Transplantation zeitnah erfolgen kann.

 

Grundsätzlich sollte jeder Spender zu beiden Entnahmeverfahren bereit sein, denn je nach Alter des Patienten oder Diagnose kann die eine oder andere Methode medizinisch erforderlich sein. Für eine erfolgreiche Transplantation müssen die Gewebemerkmale von Spender und Patient nahezu vollständig übereinstimmen – die Wahrscheinlichkeit liegt zwischen 1 : 20.000 und 1 : zu mehreren Millionen.

 

Die Entscheidung, welches Verfahren angewandt wird, richtet sich nach den Belan­gen des zu transplantierenden Patienten. Spenderwünsche werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Bei beiden Methoden ist eine nahezu 100 prozentige Übereinstim­mung der Gewebemerkmale von Spender und Patient erforderlich.

 

 

Die DKMS Nabelschnurblutbank erweitert die Möglichkeiten der Gewinnung von Stammzellen bei Erwachsenen um die Entnahme von Stammzellen aus dem Blut, das direkt nach der Entbindung noch in der Nabelschnur verbleibt.

 

Den Ablauf der Entnahme aus der Nabelschnur können Sie hier nachlesen.

 

Ablauf einer Nabelschnurblutspende